Was ist WordPress?
WordPress ist ein Open Source Content-Management-System (CMS) – also eine kostenlose Software, die es dir ermöglicht, digitale Inhalte auf einer benutzerfreundlichen Oberfläche ohne Programmierkenntnisse zu verwalten.
WordPress wurde ursprünglich für die Erstellung von Blogs entwickelt. Mittlerweile können aber auch große Onlineshops mit WordPress erstellt werden. Laut Wikipedia wurde ein Drittel aller Webseiten mit der Open-Source-Software gebaut.
Sie bietet flexiblere und umfassendere Möglichkeiten als viele Homepage-Baukästen und ist kostenlos nutzbar.
Die Einrichtung und die Verwaltung ist jedoch herausfordernder. Denn eine WordPress-Website muss gewartet und gepflegt werden. Außerdem musst du dich selbst ums Hosting kümmern. Und du brauchst zwar keine Programmierkenntnisse, aber die Ersterstellung einer Website sollte nicht ohne Designgrundkenntnisse und strategischer Idee umgesetzt werden.
Warum ich dir von Baukästen abrate und ganz klar WordPress empfehle:
1. Gestaltungsfreiheit
Mit WordPress kannst du jedes Design umsetzen. Ein Theme oder ein PageBuilder gibt dir die nötigen Werkzeuge, um deine Gestaltungsideen zu realisieren. Daneben kannst du bei Bedarf auch auf Layoutvorlagen zurückgreifen. Bei Baukästen hast du begrenzte gestalterische Möglichkeiten, da du nur die vorhandenen Layouts verwenden kannst.
2. Flexibel skalierbares CMS
WordPress ist ursprünglich für die Erstellung von Blogs entwickelt worden.
Mittlerweile kannst du mit WordPress aber nicht nur deine Unternehmenswebsite erstellen, sondern auch große Onlineshops, mehrsprachige Websites, Foren und Websites mit der Verwaltung von Mitgliedern.
3. Mitwachsend und anpassungsfähig
Vielleicht startest du mit einer einzelne Seite, einem Onepager. Irgendwann willst du aber vielleicht etwas über einen Onlineshop verkaufen.
Wenn dein Business wächst, lass deine Website einfach mitwachsen und passe sie flexibel an deine Bedürfnisse an.
Bei Website-Baukästen gibt es ein Kostenmodell, mit dem man schnell an Grenzen stößt. Am Anfang startet man vielleicht mit einem günstigen Tarif, aber will man eine weitere Funktion einbinden, muss man schnell viel zahlen.
Bei WordPress gibt es Funktionserweiterungen (Plugins), die je nach Bedarf eingesetzt werden können. Viele sind kostenlos, einfach zu installieren und zu konfigurieren. Andersherum kannst du ein Plugin auch einfach wieder deaktivieren und löschen, wenn du eine Funktion nicht mehr benötigst.
4. Preiswert
WordPress.org steht als Open Source Software kostenlos zur Verfügung. Allerdings brauchst du ein Hosting, eine Domain, ein Theme und meistens ein paar Funktionserweiterungen, die Plugins genannt werden.
Für Hosting und Domain sollest du mit ca. 5-10€ im Monat rechnen. (Ich kann dir Hetzner und Allinkl empfehlen).
Das Gute ist: Du bist mit WordPress nicht an eine Hostingagentur gebunden, sondern kannst den Anbieter wechseln und mit deiner WordPress-Website umziehen.
5. Sehr schnelle Installierung
Weil WordPress mittlerweile so verbreitet ist, bieten viele Hostingagenturen eine 1-Klick-Installation an.
Das bedeutet, du hast ohne Vorwissen in Minuten eine frische WordPress Website installiert und kannst direkt loslegen.
Dein Hostinganbieter implementiert ohne dein Zutun die aktuellste Version von WordPress und legt eine Datenbank an.
6. Leichte Bedienbarkeit
WordPress kann ohne Programmierkenntnisse bedient und gepflegt werden.
Auch Anfänger:innen können sich im Backend schnell zurecht finden, neue Beiträge und Seiten erstellen, Texte und Bilder editieren und das Menü anpassen.
7. Einfache Instandhaltung
Im Gegensatz zu einem gehosteten Baukastensystem muss deine WordPress-Website gewartet werden.
Die WordPress-Version, das Theme und die Plugins müssen regelmäßig aktualisert werden und du solltest Sicherheitskopien deiner WordPress-Instanz erstellen.
Vieles kann automatisiert aktualisiert werden und der Rest ist auch nicht schwierig.
Bei Bedarf kannst du auf einen kostengünstigen Wartungsservice der Webdesigner:in deines Vertrauens zurückgreifen. Schau dir hier mein Wartungs-Angebot an.
8. SEO im Griff
Die Code-Architektur von WordPress ist leicht für Suchmaschinen zu lesen. Dadurch hat WordPress von sich aus eine suchmaschinenfreundliche Struktur.
Mit dem kostenlosen Plugin RankMath kannst du deine Website zusätzlich suchmaschinenoptimieren.
Natürlich hat aber SEO am meisten mit dem Inhalt deiner Website zu tun. WordPress bietet aber schon mal gute Basis-Voraussetzungen.
9. Sicherheit
WordPress ist das beliebteste Content-Management-System weltweit und viel verbreiteter als zb. das CMS Typo3.
Der Nachteil für WordPress ist, dass es dadurch tatsächlich auch beliebter bei Hackenden zu sein scheint. Aber auch mit WordPress ist ein wirklich gutes Sicherheitsiveau zu erreichen.
Die Vorkehrungen sind schnell getroffen: Die Verwendung guter sicherer Passwörter, eine regelmäßige Aktualisierung der WordPress Instanz, Theme und der ausgewählten Plugins und die Erstellung von Backups ist Voraussetzung.
10. Du bist nicht allein: Support und Community
Weil WordPress so verbreitet ist, gibt es eine große aktive Community. Außerdem gibt es viele Webdesigner:innen und Webagenturen, die auf WordPress spezialisiert sind. Das bedeutet, wenn du selbst nicht weiterkommst oder dich nicht mehr mit deiner*m Webdesigner:in verstehst, kannst du schnell jemanden finden, der*die deine Websitewartung übernimmt. Du bist also nicht an eine*n Programmierer:in gebunden.
Zusammenfassung der Vor- und Nachteile von WordPress gegenüber Baukästen
Vorteile
WordPress ist kostenlos nutzbar und beim Hosting bist du an keinen Anbieter gebunden.
Eine WordPress Website ist anfänger:innenfreundlich, skalierbar und mitwachsend.
Im Gegensatz zu Homepage-Baukastensystemen bietet WordPress mehr Flexibilität bei der Gestaltung. Nahezu jedes Design kann mit WordPress umgesetzt werden.
Weil WordPress so verbreitet ist, gibt es eine aktive und große Community die sehr viele Tutorials und Blogs online stellt, sodass einem bei kleineren und größeren Darstellungs-Problemen geholfen ist.
Nachteile
Die Freiheit, jedes Design umsetzen zu können ist auch eine Herausforderung. Ohne eine Gestaltungsidee und ohne eine Strategie kann deine neue Website schnell zusammengewürfelt wirken.
Die WordPress-Instanz, Themes und Plugins müssen regelmäßig aktualisiert werden, deine Website benötigt also regelmäßige Pflege.
Das Gute ist: Vieles kann automatisiert aktualisiert werden und der Rest ist auch nicht schwierig.
Trotzdem ist dies ein Nachteil gegenüber Website-Baukästen wie Wix, Squarespace oder Jimdo. Dort wird sich um die technische Instandhaltung gekümmert (dafür zu höheren Kosten)
Too long, didn’t read (TL;DR)
Wenn du deine Website selbst erstellen willst, nicht über Designkenntnisse verfügst und nicht erwägst, dein Business in Zukunft wachsen zu lassen und zu vergrößern, empfehle ich dir die Erstellung mit einem gehosteten Baukasten.
Wenn du jedoch flexibel bleiben willst und dir vorstellen kannst, dass deine Website zu einem zentralen und wichtigen Tool deiner Selbstständigkeit werden könnte, lass deine Website unbedingt mit WordPress erstellen. Nur so bleibst du flexibel und behältst die Kosten im Griff.